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Big Sur(veillance): Wie viel Kontrolle haben Mac-Nutzer noch über ihren Computer? - DER SPIEGEL - Netzwelt

2020-11-21T13:43:30.997Z

Das Betriebssystem macOS Big Sur fragt bei Apple nach, welches Programm ein Nutzer starten darf und welches nicht. Das Unternehmen spricht von Sicherheit für die Kundschaft, Kritiker von Überwachung.


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Mac-Nutzerin: Ist das neue MacBook Pro ein Überwachungswerkzeug aus Cupertino?

Foto: Josep Suria / imago images/Westend61

»Dein Computer gehört dir nicht«, schreibt der in Berlin lebende Hacker Jeffrey Paul in einem Blogpost, der in den vergangenen Tagen für Furore gesorgt hat. Seine Warnung richtet sich an alle Nutzerinnen und Nutzer von Apple-Computern mit dem neuen Betriebssystem macOS Big Sur. Paul schreibt, Big Sur verrate Apple »wann du zu Hause bist und wann bei der Arbeit. Welche Programme du öffnest und wie oft«. Und nicht nur Apple – das Unternehmen, das seit Jahren mit seinem Fokus auf Privatsphäre wirbt - könne das sehen, sondern auch der Internetanbieter und natürlich Geheimdienste wie der BND und die NSA.

Pauls Kritik lautet zusammengefasst so: Apple habe mit einer in macOS verankerten Funktion, die das Unternehmen als Sicherheitsmaßnahme verstanden haben möchte, eine Grenze überschritten. Was die Kundinnen und Kunden vor Schadsoftware schützen soll, entreiße ihnen die Kontrolle über den eigenen teuren Computer und mache den Mac zum Überwachungswerkzeug: Big Surveillance statt Big Sur.

"Dein Computer dient jetzt einem weit entfernten Herrscher, der entschieden hat, dass er berechtigt ist, dich auszuspionieren", schreibt er. Das gelte insbesondere für Käufer des neuen, superschnellen MacBook Pro mit Apples eigenen M1-Prozessor, das mit Big Sur ausgeliefert wird: »Wenn du den effizientesten hochauflösenden Laptop der Welt hast, kannst du das nicht abstellen.«

Die Vorwürfe hängen an komplexen technischen Details und Jeffrey Paul selbst schränkt sie auf Nachfrage auch etwas ein. Aber er hat eine Diskussion darüber ausgelöst, wie extrem die Sicherheitsmaßnahmen eines Computerherstellers heute ausfallen und wie sehr sie die Besitzer der Geräte bevormunden dürfen. Apple hat bereits darauf reagiert.

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Source: spiegel

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