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Pokalsensation: Zweitligist Kiel wirft FC Bayern raus - DER SPIEGEL - Sport

2021-01-13T22:35:33.032Z

Erst in der Nachspielzeit rettete sich Holstein Kiel in die Verlängerung – und machte im Elfmeterschießen die Überraschung perfekt. Für die Bayern ist es das früheste Aus seit 20 Jahren.


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Bayerns Thomas Müller

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FABIAN BIMMER / REUTERS

Bayern München ist sensationell in der 2. Runde des DFB-Pokals rausgeflogen. Die Münchner verloren bei Zweitligist Holstein Kiel 5:6 im Elfmeterschießen. Nach 90 und 120 Minuten hatte es jeweils 2:2 gestanden.

Den aus Münchner Sicht entscheidenden Elfmeter verschoss Marc Roca, der Mittelfeldspieler scheiterte an Kiels Torwart Ioannis Gelios, es war der einzige Versuch, der nicht im Tor landete. Holsteins Fin Bartels verwandelte anschließend den letzten Elfmeter – und ließ den Tabellendritten der Zweiten Liga jubeln.

Für die Bayern ist es das früheste Pokal-Aus seit der Saison 2000/2001, damals war man in Runde zwei an Magdeburg gescheitert. In den vergangenen elf Jahren hatte der Rekordsieger stets zumindest das Halbfinale erreicht.

»Wir haben es uns hart verdient«

»Wir haben sie geärgert und bearbeitet«, sagte Kiels Torschütze zum 2:2, Hauke Wahl, nach dem Spiel bei Sky. »Es war klar, dass wir auch ein bisschen Glück brauchen würden. Aber wir haben es uns hart verdient.«

Dank Wahl hatte sich der Außenseiter überhaupt erst in die Verlängerung gerettet. In Minute 90.+5 köpfte der Verteidiger den Ausgleich für Kiel. Davor hatten die Bayern wie der gewisse Sieger ausgesehen – ohne wirklich zu überzeugen.

So hatten sie Glück, dass ihr Treffer zum 1:0 zählte. Bei diesem stand Torschütze Serge Gnabry nämlich deutlich im Abseits (14. Minute). Thomas Müller hatte eine Flanke von Corentin Tolisso aufs Tor geköpft, wo Kiels Keeper Gelios den Ball nicht geklärt bekam, sondern in Richtung Gnabrys stieß. Der schob ihn ins leere Tor ein, stand dabei aber klar im Abseits. Gnabry selbst feierte zunächst nicht groß, er blickte sich um zum Schiedsrichterassistenten, und als dieser die Fahne unten beließ, begann Gnabry zu lächeln. Kieler Proteste blieben vergeblich, und einen Videoschiedsrichter gibt’s im Pokal erst ab dem Achtelfinale.

Leroy Sanés Kunstschuss genügt nicht

Der Kieler Ausgleich war eine Mischung aus großer Kunst und großer Einfachheit. Erst blieben Holsteins Aufbauspieler trotz bayerischen Angriffspressings vollkommen cool, dann überrumpelten sie die Münchner Defensive mit einem langen Ball: Niklas Süle verschätzte sich, Bouna Sarr stand nicht richtig, und so sprinteten Bartels mit dem Ball in Richtung Manuel Neuer und bewahrte die Nerven (37.).

Leroy Sané war es, der einen Freistoß von halbrechts mit links über die Mauer zog und zum 2:1 verwandelte (48.). Kaum eine Minute später wiederum verpasste Kiels Alexander Mühling aus guter Position freistehend den möglichen Ausgleich (49.). So schien es, als würde den Münchnern eine mäßige Vorstellung zum Sieg genügen – dann schlug die Stunde von Abwehrspieler Wahl. Während der Kieler Schlussoffensive ging er ins Sturmzentrum; eine Flanke von der linken Seite landete dann tatsächlich bei dem 26-Jährigen, der – fehlender Zuordnung in Bayerns Abwehr sei Dank – Neuer mit seinem Kopfball ins lange Eck überwand.

In der Verlängerung machten die Bayern Druck: Alphonso Davies scheiterte aus spitzem Winkel an Torwart Gelius (109.), ebenso Roca (110.). Die Kieler wurden tief in die eigene Hälfte gedrängt, die Münchner hatten inzwischen mehrere Stammspieler eingewechselt. Doch Kiel hielt den Angriffen der Bayern stand und rettete sich ins Elfmeterschießen. Dort zeigten sich alle Schützen souverän – bis auf Marc Roca.

Im Achtelfinale bekommt es Kiel Anfang Februar mit Darmstadt 98 zu tun.

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mon

Source: spiegel

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