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Schwere Vorwürfe nach Corona-Impfung: Haben Impfteams Virus in bayerisches Altenheim eingeschleppt?

2021-01-13T15:15:34.611Z

Nach Weihnachten waren Impfteams in einem bayerischen Altenheim vor Ort. Für einen Corona-Ausbruch in der Einrichtung macht der Heim-Geschäftsführer nun jene Mitarbeiter verantwortlich.


Nach Weihnachten waren Impfteams in einem bayerischen Altenheim vor Ort. Für einen Corona-Ausbruch in der Einrichtung macht der Heim-Geschäftsführer nun jene Mitarbeiter verantwortlich.

Lichtenfels - Die Vorwürfe wiegen schwer: Ein Altenheim im bayerischen Lichtenfels (Landkreis Lichtenfels) wirft Impfteams vor, das Coronavirus in die Einrichtung eingeschleppt zu haben.

Impfung in Bayern: Altenheim macht Impfteams für Corona-Ausbruch verantwortlich

Nach Weihnachten waren Mitarbeiter eines Impfteams in dem Pflegeheim tätig. Für den darauffolgenden Corona*-Ausbruch in seiner Einrichtung macht Geschäftsführer Fabian Franke laut BR die Angestellten eindeutig verantwortlich. Insgesamt 13 Bewohner und zwölf Mitarbeiter wurden Franke zufolge am Montagabend positiv auf das Virus getestet. Er erwartet noch weitere positive Ergebnisse.

Seine Vorwürfe begründet Franke folgendermaßen: Die Impfteam-Mitarbeiter seien die einzigen Menschen, die sich im fraglichen Zeitraum ohne Corona-Testergebnis in der Einrichtung aufgehalten hätten. Doch damit nicht genug: Auch Verstöße gegen die Corona-Regeln wirft er den Mitarbeitern vor. So sollen diese sich teilweise erst in dem Altenheim umgezogen haben, ebenso wenig seien Mindestabstände eingehalten worden.

Lichtenfels/Bayern: Nach Corona-Vorwürfen an Impfteams - Landratsamt weist Anschuldigungen zurück

Dem BR gegenüber nannte der Geschäftsführer ein weiteres Indiz für seine Anschuldigungen: So sei der Corona-Ausbruch im kompletten Heim aufgetreten. Bewohner, die ansonsten sehr isoliert leben, hätten sich ebenfalls mit dem Virus angesteckt.

Bereits letzte Woche seien bei Senioren erste Corona-Symptome aufgetreten. Zuverlässige PCR-Tests wären erst vier Tage später gemacht worden. Franke wirft daher dem Gesundheitsamt vor, zu langsam auf den Corona-Ausbruch reagiert zu haben.

Das Landratsamt Lichtenfels hat zu dem Fall inzwischen Stellung bezogen: Es weißt die Anschuldigungen klar zurück. Alle betroffenen Mediziner und Angestellte hätte demnach bestätigt, dass sie bei dem Einsatz in dem Pflegeheim FFP2-Masken, Dienstkleidung und Schutzkittel trugen, so der BR.

Corona-Ausbruch in Altenheim: Landratsamt stellt klar - kein Fehlverhalten der Mitarbeiter

Abgesehen davon, sei die Gefahr einer Virus-Ansteckung bei der Corona-Impfung sehr gering. Hier gäbe es nur einen kurzen Kontakt, bei dem die impfende Person Schutzkleidung trage. Außerdem würden sich die Impfteam-Angestellten jeden Tag auf Corona*-Symptome prüfen. Wer eindeutige Anzeichen habe, würde sich isolieren und testen lassen.

Bis Anfang der Wochen waren die Impfteams in zwölf Einrichtungen zur Erstimpfung unterwegs. Abgesehen von dem Pflegeheim in Lichtenfels, sei dem Landratsamt davon kein weiterer nachgelagerter Corona-Ausbruch bekannt. Das abschließende Fazit des Amts: Es gebe keine logische Folgerung, die ein Fehlverhalten der Mitarbeiter zulasse.

Eigentlich sind die Corona-Impfungen freiwillig. Ein bayerischer Zahnarzt stellte seine Mitarbeiter jedoch vor die Wahl: Entweder sie lassen sich impfen - oder es gibt kein Gehalt.Alle Nachrichten zur Corona-Pandemie in Bayern gibt es in unserem Ticker.  *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. (kof)

Source: merkur

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