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Corona und das Weihnachtsgeschäft: Wie teuer werden die Weihnachtsbäume? - „Gute Qualität“ sei da

2020-10-24T11:38:34.809Z

Zwei Monate vor Heiligabend verunsichert das Coronavirus die Weihnachtsbaumerzeuger. Sinkt die Nachfrage wegen fehlender Weihnachtsmärkte? Preisauswirkungen sind sehr wahrscheinlich.


Zwei Monate vor Heiligabend verunsichert das Coronavirus die Weihnachtsbaumerzeuger. Sinkt die Nachfrage wegen fehlender Weihnachtsmärkte? Preisauswirkungen sind sehr wahrscheinlich.

  • Durch die Corona-Pandemie* werden Weihnachtsbäume womöglich teurer.
  • Angebot und gute Qualität sei da, aber die Corona-Hygienekonzepte kosten Geld.
  • Das Geschäft mit Dekobäume könnte einbrechen, weil Weihnachtsmärkte abgesagt werden.

Bühl - In den Supermärkten und Geschäften liegen erste Weihnachtssachen aus, die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. In zwei Monaten ist Heiligabend. Doch statt Familientreffen zu planen und sich Weihnachts-Geschenke zu überlegen, dürfte bei dem ein oder anderen die Vorfreude auf Weihnachten in diesem Jahr getrübt sein. Wie hoch werden die Corona-Fallzahlen sein? Welche Regeln werden in zwei Monaten gelten?

Eine Befürchtung gibt es schon jetzt: Weihnachtsbäume werden wahrscheinlich teurer. Grund sind nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger höhere Kosten wegen der Coronavirus-Pandemie. Für die beliebten Nordmanntannen dürften bei bester Qualität zwischen 20 und 27 Euro fällig werden, sagte Geschäftsführer Martin Rometsch der Deutschen Presse-Agentur. Im vergangenen Jahr hatte die Preisspanne 18 bis 23 Euro betragen. Die Händler müssten Hygienekonzepte erstellen, mehr Platz vorhalten und möglicherweise mehr Personal einsetzen.

Weihnachten in Coronazeiten: Die Preise für Weihnachtsbäume könnten nach oben gehen

In großen Städten seien die Preise in der Regel höher als auf dem Land. Für Blautannen rechnet Rometsch mit 12 bis 16 Euro und für Fichten mit neun und zwölf Euro je Meter. Der Marktanteil der Nordmanntanne, die wegen ihrer weichen und festsitzenden Nadeln bevorzugt wird, beträgt 75 bis 80 Prozent. Genug Angebot sei vorhanden. „Wir haben gute Qualitäten“, sagte Rometsch.

Weihnachten in Coronazeiten: Wer kauft alles einen Weihnachtsbaum?

Der Geschäftsführer hofft auf einen stabilen Absatz von 20 bis 22 Millionen Weihnachtsbäumen in diesem Jahr in Deutschland. Die Branche sei aber verunsichert. Es sei damit zu rechnen, dass Dekobäume zum Beispiel wegen abgesagter Weihnachtsmärkte weniger nachgefragt würden. „Die Befürchtung ist, dass im gewerblichen Bereich und im öffentlichen Raum weniger stattfindet.“ Die Hoffnung sei dagegen, dass die Menschen es sich in der Krise zu Hause besonders gemütlich machen wollten - und daher eher als sonst einen Baum kauften. „Die Angst, dass alles noch stärker eskaliert, ist da“, sagte Rometsch.

Ebenfalls große Sorgen bereite vielen Betrieben die afrikanischeSchweinepest in Deutschland. Wo Sperrbezirke eingerichtet werden, können Erzeuger nach Rometschs Angaben ihre Weihnachtsbäume nicht mehr vermarkten. „Wenn sich ein Betrieb im Sperrbezirk befindet, bleibt er auf seinen Bäumen sitzen.“ Es dürfen keine Produkte hinausgebracht werden. (dpa/cibo) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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Source: merkur

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