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Corona in Europa: Spanien soll sich auf Alarmzustand ohne Parlamentszustimmung einstellen

2020-10-24T11:57:39.115Z

Die Corona-Fallzahlen in Europa steigen drastisch. Deutschlands Nachbarländer melden Höchstwerte. Spaniens Ministerpräsident stimmt die Bevölkerung auf „sehr harte Monate“ ein.


Die Corona-Fallzahlen in Europa steigen drastisch. Deutschlands Nachbarländer melden Höchstwerte. Spaniens Ministerpräsident stimmt die Bevölkerung auf „sehr harte Monate“ ein.

  • Die Corona-Infektionensteigen in ganz Europa dramatisch an.
  • Die zweite Welle verursacht Ausgangssperren und Teil-Lockdowns.
  • Dänemark macht die Grenzen zu: Deutsche Staatsbürger dürfen nicht mehr in das Land einreisen (siehe Update vom 23. Oktober, 20.16 Uhr).
  • DieserNews-Tickerwird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 24. Oktober, 13.35 Uhr: Kehrt Spanien angesichts steigender Corona-Infektionszahlen zum Alarmzustand zurück? Laut zweier Zeitungsberichte zeichnet sich das ab. Damit solle den Regionalregierungen eine gerichtsfeste rechtliche Basis für einschneidende Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung gegeben werden, berichteten sowohl El País und La Vanguardia an diesem Samstag unter Berufung auf Regierungskreise. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte seine Landsleute am Freitag auf „sehr harte Monate“ eingestimmt und zu mehr Disziplin aufgerufen. Nur so könne ein drastischer Lockdown wie im Frühjahr noch vermieden werden.

Bereits 8 der 17 autonomen Regionen des Landes, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, sowie Melilla, eine der beiden nordafrikanischen Exklaven Spaniens, hätten die Zentralregierung um die Ausrufung des Alarmzustands ersucht, berichteten die Zeitungen weiter.

Die Regierung kann einen Alarmzustand für 15 Tage anordnen, ohne die Zustimmung des Parlaments einzuholen. Für eine Verlängerung bedürfte es dann allerdings der Zustimmung der Parlamentarier. Es zeichnete sich bereits eine entsprechende Mehrheit ab, da die Oppositionspartei Ciudadanos mit zehn Sitzen ihre Zustimmung angekündigt hatte. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Spanien aktuell bei 191,11 - mit steigender Tendenz. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zurzeit 68,4.

Corona in Europa: Deutsches Nachbarland knackt die Million - und verzeichnet neuen Rekord bei Neu-Infizierten

Update vom 23. Oktober, 21.38 Uhr: In Frankreich sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Infektionen registriert worden. Bis Freitagabend gebe es insgesamt 1,04 Millionen bestätigte Fälle, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Für die Zahl der neu registrierten Fälle innerhalb von 24 Stunden wurde mit 42.032 ein Rekord vermeldet. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen.

Seit vergangenem Wochenende gilt in Frankreich erneut der Gesundheitsnotstand, mit dem die Regierung weitgehende Beschränkungen per Dekret durchsetzen kann. Bisher starben mehr als 34.500 Menschen in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus.

Corona in Europa: Dänemark verschärft die Maßnahmen

Update vom 23. Oktober, 20.16 Uhr: Die dänische Regierung hat am Freitag weitere Maßnahmen angekündigt, die den Anstieg der Corona-Neuinfektionen bremsen sollen. Von Montag an dürfen sich nicht mehr als zehn Personen an einem Ort versammeln. Zuvor lag die Grenze bei 50. Außerdem dürfen Kioske und Supermärkte nach 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen. „Corona ist nicht überstanden, im Gegenteil, es ist zurück mit voller Kraft“, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend bei einer Pressekonferenz. Sie forderte die Dänen auf, ihre persönlichen Kontakte auf zehn Menschen zu beschränken.

In der Nacht zu Samstag treten außerdem neue Beschränkungen bei der Einreise nach Dänemark in Kraft. Wer aus Deutschland einreist, muss fortan einen triftigen Grund nachweisen. Das kann ein Verwandtenbesuch, die Arbeit und das Studium sein. Die Bewohner Schleswig-Holsteins können weiter nach Dänemark reisen. Frederiksen kündigte an, dass bis zum Ende des Jahres an der Grenze verschärft kontrolliert werde.

Corona in Europa: Eigene Vorschriften missachtet - Gesundheitsminister vor dem Aus

Update vom 23. Oktober, 18.32 Uhr: Riesen-Wirbel in Tschechien! Im so schwer von Corona betroffenen EU-Land sind die Restaurants schon seit eineinhalb Wochen geschlossen. Gesundheitsminister Roman Prymula besuchte offensichtlich dennoch eines. Die Zeitung „Blesk“ fotografierte den Politiker und Epidemiologen, wie er abends ein Luxusrestaurant verlässt und dabei keine Maske trägt. Regierungschef Andrej Babis sagte am Freitag, er habe den 56-Jährigen deswegen gebeten, seinen Rücktritt einzureichen. Tue er das nicht, werde er entlassen. Das Fehlverhalten des Ministers sei „unentschuldbar“.

"I haven't done anything wrong.“ #CzechRepublic Health Minister @profesorPrymula refused to resign despite PM @AndrejBabis calls him to step down over night scandal. https://t.co/rnjyKS3cQo

— Filip Horký (@FilipHorky) October 23, 2020

Corona-Krise in Europa: Polen schließt alle Restaurants - neue drastische Corona-Regel für Kinder  

Update vom 23. Oktober, 13.12 Uhr: Polen reagiert auf die steigenden Corona-Infektionszahlen: Alle Restaurants sind ab Samstag geschlossen. Versammlungen mit mehr als fünf Personen verboten. Das Land müsse die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitag zur Begründung. Die Schließung der Gastronomie gilt für zunächst zwei Wochen, kann aber verlängert werden.

Für alle Schüler ab der 4. Klasse, für die das nicht ohnehin schon galt, wird Distanzunterricht per Computer eingeführt. Begleitend dazu dürfen Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren das Haus oder die Wohnung tagsüber zwischen 8 und 16 Uhr nur noch in Begleitung eines Erwachsenen verlassen.

Morawiecki rief zudem alle Senioren über 70 Jahre auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Er schloss einen „weitgehenden Lockdown“ nicht aus, falls die beschlossenen Verschärfungen nicht wirken sollten. Es sei vorrangig, die Stabilität des Gesundheitssystems zu gewährleisten.

Die Behörden meldeten 13.632 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden - die höchste Zahl an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Gezählt wurden 153 neue Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Seit Beginn der Pandemie starben bisher 4172 Menschen. Deutschland hat das Nachbarland Polen am 24. Oktober zum Risikogebiet erklärt.

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Coronavirus in Polen: Die Lage spitzt sich zu. Die Regierung schließt einen Lockdown nicht mehr aus (Symbolfoto).

© Czarek Sokolowski/dpa

Corona in Europa: Freizeitparks in Belgien müssen schließen

Update vom 23. Oktober, 11.58 Uhr: Alle Freizeitparks in Belgien müssen für die kommenden vier Wochen schließen. Bei Veranstaltungen im Innenraum sind maximal 40 Personen erlaubt, solange die Corona-Regeln eingehalten werden. Ist ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern garantiert, dürfen es bis zu 200 Personen sein, die jedoch eine Maske tragen müssen. Zuschauer bei Sportveranstaltungen sind verboten. Restaurants, Cafés und Bars sind seit dieser Woche bereits geschlossen.

Die belgische Außenministerin Sophie Wilmès (45) liegt seit Mittwoch im Krankenhaus auf der Intensivstation (siehe Update vom 22. Oktober, 14.01 Uhr).

Corona in Europa: Deutsches Nachbarland an Kapazitätsgrenze - „Das Wasser steht ihnen bis zum Hals“

Update vom 23. Oktober, 11.15 Uhr: Ein Patient aus den Niederlanden ist am Freitagmorgen in ein deutsches Krankenhaus verlegt worden. Das teilte das Koordinierungszentrum für die Verteilung von Patienten am Freitag in Rotterdam mit. Ein zweiter Flug ebenfalls von Almere nach Münster sollte folgen. Es ist eine traurige Premiere in der zweiten Corona-Welle. Die Niederlande gehören zu den am stärksten von der zweiten Welle der Pandemie betroffenen Länder Europas. Zuletzt waren am Donnerstag fast 9300 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden.

Die Krankenhäuser in der Region Nordwesten, zu der auch Almere gehört, könnten den Zustrom neuer Patienten kaum bewältigen, teilte das Zentrum in Rotterdam mit. „Das Wasser steht ihnen bis zum Hals.“

Corona in Griechenland: „Wir erwarten, dass die kommenden Monate schwierig werden“

Update vom 23. Oktober, 10.52 Uhr: Griechenland verschärft die Corona-Maßnahmen in stark betroffenen Regionen. Von Samstagmorgen an gilt in 19 Regionen des Landes Maskenpflicht, wie Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Donnerstagabend mitteilte. Betroffen ist davon rund die Hälfte der griechischen Bevölkerung; vor allem Metropolregionen wie Attika samt der Hauptstadt Athen oder auch die Hafenstadt Thessaloniki sind betroffen. Außerdem wird für diese Regionen ein nächtlicher Lockdown gelten. Ausgenommen sind Menschen, die nachts arbeiten.

„Wir erwarten, dass die kommenden Monate schwierig werden“, warnte Mitsotakis in einer Fernsehansprache. Mit den Maßnahmen wolle man einen vollständigen Lockdown vermeiden. Griechenland (11 Millionen Einwohner) ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bisher gut durch die Corona-Pandemie gekommen. In den vergangenen Wochen ziehen die Zahlen wieder stark an. Bisher sind in Griechenland 28.000 Corona-Infektionen und 550 Todesfälle verzeichnet worden. Die griechische Regierung hatte zu Beginn der Pandemie schnell reagiert und etwa Schulen noch vor anderen EU-Staaten geschlossen.

Dänemark schließt Grenzen für deutschen Urlauber 

Update vom 22. Oktober, 16.37 Uhr: Wie der dänische Außenminister Jeppe Kofod jetzt laut der Deutschen Presseagentur (dpa) mitteilte, sind die Grenzen zu unserem europäischen Nachbarland Dänemark ab sofort dicht. Das bedeutet, dass deutsche Bürger nicht mehr ohne triftigen Grund nach Dänemark einreisen dürfen. Schuld an diesem Einreiseverbot sind, wie auch in anderen europäischen Ländern, die steigenden Zahlen der Corona-Neuinfektionen. Ausnahmen soll es laut der dpa für Einwohner von Schleswig-Holstein geben.

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Kein Urlaub mehr in Kopenhagen und Co.: Dänemark schließt für deutsche Urlauber die Grenzen.

© picture alliance/Carsten Rehder/dpa

Corona in Europa: Außenministerin von deutschem Nachbarland mit Covid-19 auf Intensivstation

Update vom 22. Oktober, 14.01 Uhr: Belgiens Außenministerin Sophie Wilmès wird wegen einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation behandelt. Das bestätigte ihr Sprecher am Donnerstag belgischen Medien. Ihr Zustand sei stabil, aber es bedürfe einer professionellen Betreuung. Sie sei am Mittwoch ins Krankenhaus gebracht worden.

Wilmès, die auch stellvertretende Ministerpräsidentin ist, hatte am Wochenende mitgeteilt, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Die 45-Jährige war bis vor kurzem Ministerpräsidentin Belgiens gewesen. Ihr Nachfolger Alexander De Croo wünschte ich auf Twitter gute Besserung.

Veel beterschap, @Sophie_Wilmes. Je te souhaite un prompt rétablissement!
Niemand is immuun voor dit gevaarlijke virus.
Tous ensemble, nous vaincrons le COVID-19.

— Alexander De Croo (@alexanderdecroo) October 22, 2020

Corona-Notstand: Nachbarland von Deutschland kehrt zurück in zweiten Lockdown - neuer Rekordwert in Italien

Update vom 21. Oktober, 20.17 Uhr: Italien hat bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Mittwoch einen neuen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten knapp 15.200 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Am 16. Oktober hatte das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern erstmals seit Beginn der Pandemie im Februar die Marke von 10.000 überschritten. Außerdem wurden am Mittwoch 127 Covid-19-Tote gemeldet.

Die Dynamik der zweiten Corona-Welle sorgt in Italien zunehmend für Angst vor ernsten Engpässen in den Krankenhäusern. Ministerpräsident Giuseppe Conte forderte die Italiener in einer Rede im Senat in Rom auf, alle nicht notwendigen Reisen zu unterlassen. Es gelte einen großen Lockdown wie im Frühjahr zu vermeiden. Besonders schwer getroffene Regionen wie die Lombardei haben inzwischen begrenzte Verschärfungen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen erlassen.

Coronavirus in Europa: Tschechien ist zurück im Lockdown

Update vom 21. Oktober, 14.08 Uhr: Aktuell gehört Tschechien europaweit zu den Ländern mit den höchsten Infektionsraten je 100 000 Einwohner. Am Mittwoch (21. Oktober) wurde ein neuer Höchststand bei der Zahl der täglichen Neuinfektionen vermeldet.

Angesichts dieser steigenden Corona-Zahlen greift das EU-Nachbarland Tschechien zu erheblichen Maßnahmen, die einem landesweiten Lockdown gleichkommen. Von Donnerstagmorgen an müssen fast alle Geschäfte schließen, ausgenommen sind unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Apotheken. Das gab Gesundheitsminister Roman Prymula am Mittwoch bekannt.

Die Regierung hat zudem Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Die Bürger müssen ihre Kontakte mit anderen Menschen auf die „absolut notwendige Zeit“ begrenzen. Ausgenommen davon ist der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Familienbesuche. Spaziergänge in Parks und der freien Natur sind allerdings erlaubt, hieß es laut der deutschen Presseagentur.

Coronavirus: EU-Land vor Kontrollverlust? „Kurz vor dem Tsunami“

Update vom 21. Oktober, 09.48 Uhr: In vielen EU-Ländern steigen die Fallzahlen exponentiell an. Auch Belgien zählt aktuell zu den am schwersten von der Corona-Pandemie getroffenen Ländern Europas. Nächtliche Ausgangssperre, geschlossene Bars und Restaurants und nur noch eine Person aus einem anderen Haushalt: Das Land hat bereits seine Konsequenzen im Kampf gegen das Virus gezogen.

Aktuell werden laut der John-Hopkins-Universität pro Tag bis an die 9.000neuen Corona-Fällegemeldet. In der Woche bis zum 16. Oktober registrierte das staatliche Gesundheitsinstitut Sciensano im Durchschnitt täglich 8.422 neue Ansteckungen. Noch am Dienstag (20.10) lagen insgesamt 2.774 Patienten mit Covid-19 in den belgischen Kliniken, davon 446 auf Intensivstationen. Im Schnitt kommen täglich knapp neue 267 Patienten in die Klinik, 95 Prozent mehr als in den sieben Tagen vorher.

Frank Vandenbroucke, Belgiens neuer Gesundheitsminister findet ganz klare Worte für die akute Lage: „Wir stehen wirklich kurz vor dem Tsunami. Wir haben keine Kontrolle darüber, was passiert.“ Premier Alexander de Croo geht sogar noch weiter: „Es ist schlimmer als am 18. März, als wir den totalen Lockdown verkündet haben.“

Coronavirus: EU-Land plant Pflichttest für komplette Bevölkerung - Eklat um drastischen Plan

Update vom 20. Oktober, 17.44 Uhr: In der Slowakei hat die Regierung ein drastisches Vorgehen angekündigt. Ein Plan sieht, mit Corona-Massentests nahezu die gesamte Bevölkerung zu testen. Wer sich dem entzieht, muss sich in Quarantäne begeben.

So sollen an den kommenden drei Wochenenden immer von Freitag bis Sonntag alle Slowakinnen und Slowaken im Alter von zehn Jahren und älter einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden. In den Medien des Landes sorgte der Testzwang für Irritation und Rätselraten.

Corona in Europa: Slowakeis Regierungschef plant Massentest - ohne vorherige Absprache

Mit seinem Vorhaben einer umfassenden „Volkstestung“ war der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic am Wochenende an die Öffentlichkeit gegangen, allerdings hatte er seine Koalitionspartner nicht darüber informiert.

Update vom 20. Oktober, 16.19 Uhr: Auch in den Niederlanden haben die Gesundheitsbehörden alarmierende Zahlen verzeichnet. So wurden 8182Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet und somit 170 mehr als am Tag zuvor, wie aus einer Mitteilung des Instituts für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag hervorgeht.

Corona-Lage in Europa spitzt sich zu - Belgien schwer betroffen

Update vom 20. Oktober, 16.02 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen in Belgien schnellen weiter in die Höhe und erreichen nun fast 8.500 neue Fälle pro Tag. Damit sind es deutlich mehr als im viel größeren Deutschland, wo das Robert-Koch-Institut am Dienstag 6.868 neue Corona-Fälle meldete. In der vergangenen Woche registrierte das staatliche Gesundheitsinstitut Sciensano im Durchschnitt täglich 8.422 neue Ansteckungen. Das bedeutet ein Plus von 69 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Wie die Nachrichtenagentur Belga meldete, lagen am Dienstag 2.774 Patienten mit Covid-19 in den belgischen Kliniken, davon 446 auf einer Intensivstation. Täglich kommen im Schnitt knapp 267 Patienten neu in eine Klinik, 95 Prozent mehr als in den sieben Tagen zuvor. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt ebenfalls, wenn auch nicht so stark: Täglich sterben rechnerisch 32 Menschen in Belgien an oder mit dem Virus, 15 Prozent mehr im Vergleich zur Vorwoche. In Belgien gab es bislang 10.443 Corona-Todesfälle seit Beginn der Pandemie.

Belgien gehört zu den am schwersten von der #Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Zur Eindämmung gilt unter anderem seit Montagabend eine nächtliche Ausgangssperre. pic.twitter.com/OPWShXq3nD

— ZDF heute (@ZDFheute) October 20, 2020

Corona in Europa: Portugal diskutiert über Warn-App-Pflicht

Angesichts von massivem Widerstand im Land hat Portugals Regierung eine Parlamentsabstimmung über eine Pflicht zum Herunterladen der Corona-Warn-App vertagt. „Bei dieser Maßnahme gab es viele Zweifel und Ablehnung“, sagte Ministerpräsident Antonio Costa am Montagabend in einem Interview mit dem Fernsehsender TVI. Daher habe er den Parlamentspräsidenten gebeten, „die Abstimmung von der Agenda zu streichen“.

Gänzlich verzichten will der sozialistische Regierungschef auf das Vorhaben aber vorerst nicht. Es sei „gut, eine tiefergehende Diskussion zu führen, damit alle Zweifel beseitigt werden und die Portugiesen die App weiter herunterladen“, sagte Costa. Es handele sich schließlich um ein Programm, das „sicher ist und Anonymität sicherstellt“. Bislang wurde die Warn-App „Stay Away Covid“ von rund zwei Millionen der zehn Millionen Einwohner Portugals heruntergeladen. Diese Zahl ist nach Einschätzung der Regierung nicht hoch genug, damit die App wirksam zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen kann.

Die nationale Datenschutzkommissionn CNPD hat diverse Bedenken hinsichtlich einer Pflicht zum Herunterladen der App. Es bestünden Probleme hinsichtlich des „Respekts der Privatsphäre“ sowie „in ethischer Hinsicht“, sagte CNPD-Sprecherin Clara Guerra der Nachrichtenagentur AFP. Der portugiesische Ärzteverband hatte erklärt, es gebe „keinen soliden wissenschaftlichen Beweis“ für eine Eindämmung der Corona-Pandemie durch die App.

Corona in Europa: Italien bittet Influencer um Hilfe - Irland geht in einen zweiten Lockdown

Update vom 20. Oktober, 15.36 Uhr: In Italien droht der ersten Region nun eine Ausgangssperre. Die Regierung bittet für die Einhaltung der Corona-Maßnahmen Influencer zur Hilfe. Mit Irland ist hat nun das erste Land in Europa in einen zweiten Lockdown beschlossen.

Update vom 20. Oktober, 12.51 Uhr: Die Zahlen der Coronavirus-Pandemie in Österreich steigen besorgniserregend. Ab Freitag gelten neue Corona-Regeln im Nachbarland. Kanzler Kurz warnt eindringlich.

Update vom 19. Oktober, 22.06 Uhr: Im Kampf gegen massiv steigende Corona-Zahlen führt Tschechien wieder eine Maskenpflicht im Freien ein. Sie gelte von Mittwoch an innerhalb des bebauten Gebiets von Städten und Gemeinden, gab Gesundheitsminister Roman Prymula nach einer Kabinettssitzung am Montag bekannt. Ausnahmen gelten unter anderem, wenn ein Abstand von mehr als zwei Metern eingehalten werden kann, sowie beim Sport. In Innenräumen ist die Mund-Nasen-Bedeckung ohnehin Pflicht - neuerdings auch im Auto, wenn familienfremde Personen mitfahren.

Corona in Portugal: Marke von 100.000 bestätigten Infektionen überschritten

Portugal hat die Marke von 100.000 bestätigten Corona-Infektionen überschritten. Binnen 24 Stunden seien 1949 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus registriert worden, teilte die Gesundheitsbehörde DGS am Montag in Lissabon mit. Das sind 966 Fälle mehr als am Vortag. Erst am Freitag war mit 2608 neuen Fällen die bisher höchste Tageszahl gemeldet worden. Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Infektionen in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern belief sich am Montag den amtlichen Angaben zufolge auf 101.860. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 17 auf 2198.

Corona in Europa: Slowenien führt nächtliche Ausgangssperre ein

Wegen der rasch steigenden Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus führt Slowenien ab diesem Dienstag eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 06 Uhr früh ein. Dies gab Innenminister Ales Hojs am Montag in Ljubljana bekannt. Hojs begründete die Maßnahme damit, dass Untersuchungen zufolge der Großteil der Corona-Übertragungen bei privaten Zusammenkünften in den Abend- und Nachtstunden erfolge.

Bereits am Montag hatte das EU-Land einen 30-tägigen Pandemie-Notstand ausgerufen. Dieser hatte zunächst keine unmittelbare Konsequenzen, bildete aber die Grundlage für die nun von der Regierung verhängte nächtliche Ausgangssperre. Auch lokale Behörden können nun eigene Einschränkungen anordnen, um die Ausbreitung der Pandemie zu bremsen. Außerdem sind nunmehr Fahrten zwischen den zwölf Regionen des Landes nicht mehr erlaubt, außer es liegen triftige Gründe wie der Weg zur Arbeit vor.

Corona in Frankreich: Frau von Präsident Macron in Quarantäne

Update vom 19. Oktober, 20.23 Uhr: Frankreichs Präsidentengattin Brigitte Macron hatte Kontakt mit einem Corona-Infizierten und wird deshalb nicht an der nationalen Gedenkfeier für den ermordeten Lehrer Samuel Paty an diesem Mittwoch teilnehmen. Das bestätigten Kreise des Amts von Staatschef Emmanuel Macron am Montag.

Brigitte Macron will self-isolate after French First Lady came into contact with a person who has Covid https://t.co/4NmV9ofmwr pic.twitter.com/rqYnzttLzX

— Daily Mail Online (@MailOnline) October 19, 2020

Laut ergänzenden Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP begibt sich die Frau des Staatspräsidenten für sieben Tage in Isolation. Die „Première Dame“ hat demnach keine Symptome. Die frühere Lehrerin sei am vergangenen Donnerstag mit einem Menschen zusammengekommen, der am Montag positiv getestet wurde und Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeige.

Corona in England: Kliniken im Nordwesten des Landes erreichen teilweise Kapazitätsgrenzen

Im britischen Großraum Manchester können einem Medienbericht zufolge die ersten Kliniken keine Covid-19-Patienten mehr aufnehmen. Zwölf Krankenhäuser seien bereits voll, zitierte der Guardian aus einem internen Dokument des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS). Bürgermeister Andy Burnham forderte am Montag erneut von Premier Boris Johnson mehr finanzielle Unterstützung für die Menschen und Firmen in der Region.

Der Nordwesten Englands gehört zu den besonders stark von der Corona-Krise betroffenen Regionen im Vereinigten Königreich. Auch in Liverpool stießen einige Kliniken bereits an ihre Kapazitätsgrenzen: Dort ist dem Guardian zufolge viel Klinikpersonal erkrankt und in Isolation. Britische Kliniken gelten als chronisch unterfinanziert. Schon bei größeren Grippewellen stehen sie oft vor dem Kollaps.

Corona: Während erster Welle 168.000 Todesfälle mehr als üblich in der EU

Update vom 19. Oktober, 18.04 Uhr: Während der ersten Corona-Welle sind in der Europäischen Union von März bis Juni 168.000 Todesfälle mehr als üblich verzeichnet worden, allein rund 10.000 davon in Deutschland. Diese Zahlen legte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg vor. Der Höchstwert wurde in der 14. Kalenderwoche vom 30. März bis 5. April registriert: 36.000 zusätzliche Todesfälle.

Erfasst wurden alle Sterbefälle aus 26 EU-Staaten, also nicht nur Menschen, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind. Eurostat vergleicht die Daten der Kalenderwochen 10 bis 26 mit den Durchschnittswerten der jeweils selben Zeit 2016 bis 2019. Eine Statistik der Todesursachen werde es erst in etwa zwei Jahren geben, sagte eine Eurostat-Sprecherin. Erst dann dürfte auch klar sein, warum in Deutschland bereits von März bis Juni 10.000 zusätzliche Sterbefälle erfasst sind, die offizielle Zahl aller Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion aber bis jetzt erst mit 9789 angegeben wird.

Dramatic rise in deaths in early spring 2020 #COVID19

➡️ For more information: https://t.co/PaXb6rHV44 pic.twitter.com/9BLjIWcnrs

— EU_Eurostat (@EU_Eurostat) October 19, 2020

Die höchsten zusätzlichen Sterbezahlen von März bis Juni verzeichnet Eurostat für Spanien mit 48.000. Dahinter folgen Italien mit 46.000 und Frankreich mit 30.000. Das norditalienische Bergamo, das extrem hohe Corona-Infektionszahlen hatte, verzeichnete allein in der zwölften Kalenderwoche vom 16. bis 23. März 895 Prozent mehr Todesfälle als im Durchschnitt der vorangegangenen Jahre.

Coronavirus: Tschechische Armee beginnt mit Aufbau von provisorischem Krankenhaus in Prag

Die tschechische Armee hat mit dem Aufbau eines provisorischen Krankenhauses in den Prager Messehallen begonnen. Am Montag traf ein erster Konvoi mit 29 Fahrzeugen und rund 165 Tonnen medizinischen Materials aus dem Sanitätsstützpunkt in Hradec Kralove (Königgrätz) in der Hauptstadt ein. Die ganze Woche über sollen weitere Transporte folgen, wie das Verteidigungsministerium in Prag mitteilte. Das Hilfskrankenhaus mit einer Kapazität von 500 Betten soll als Reserve dienen, falls das Gesundheitssystem mit Covid-19-Patienten überlastet wird. Das Feldkrankenhaus der tschechische Armee verfügt unter anderem über einen Operationssaal, eine Intensivstation, eine Apotheke, ein Labor und Röntgengeräte.

Coronavirus: Riesige Probleme in ganz Europa

Erstmeldung vom 19. Oktober: Berlin - Die Bundesregierung hat mit verschärften Maßnahmen auf die stark steigenden Corona-Fallzahlen reagiert. So dürfen sich nur noch zwei Haushalte gleichzeitig treffen, zudem müssen Restaurants schon um 23 Uhr schließen. Ob sich diese Anordnungen auf das Infektionsgeschehenpositiv auswirken, wird sich zeigen.

„Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist. Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkelam Samstag in ihrem Videopodcast. Die Situation ist sehr ernst. Einen Tag zuvor hatte das Robert-Koch-Institut mit 7830 neuen Covid-19-Fällen den bis dato höchsten Wert an Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland bekannt gegeben. Doch in Deutschlands neun Nachbarländern ist alles noch viel schlimmer.

Wir sind in einer ernsten Phase der #Corona-Pandemie. Kanzlerin #Merkel appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, ihre Kontakte deutlich zu verringern – und auf nicht notwendige Reisen und Feiern zu verzichten. pic.twitter.com/b4VmlsXS6a

— Steffen Seibert (@RegSprecher) October 17, 2020

Coronavirus: Niederlande „befindet sich im Vorlauf einer Katastrophe“ - Belgien und Frankreich im Teil-Lockdown

Die Niederlande hatte zuletzt genauso viele Neuinfektionen wie Deutschland zu verzeichnen. Der Unterschied: Das Land hat mit 17 Millionen Einwohnern etwa genauso viele wie das angrenzende Bundesland Nordrhein-Westfalen. „Wir befinden uns im Vorlauf einer Katastrophe“, sagte der Amsterdamer Virologe Hans Zaaijer der niederländischen Zeitung De Telegraaf. Dazu trägt auch die geringe Zahl von Intensivbetten bei. Rund 1150 gibt es in den Niederlanden. Nordrhein-Westfalen hat mit 6000 rund fünfmal so viele. Als Konsequenz hat die niederländische Regierung einen Teil-Lockdown angeordnet. Kneipen, Cafés und Restaurants mussten schließen, ab 20 Uhr darf kein Alkohol verkauft werden, zu Hause dürfen die Niederländer pro Tag nicht mehr als drei Gäste empfangen.

In Belgien ist die Lage ähnlich dramatisch. Die Neuinfektionen innerhalb eines Tages liegen ebenfalls auf dem Niveau von Deutschland. Allerdings hat Belgien mit rund elf Millionen Einwohnern noch einmal deutlich weniger als die Niederlande. Wegen des extremen Anstiegs müssen in Belgien alle Restaurants für vier Wochen schließen. Ab 20 Uhr darf kein Alkohol verkauft werden, von Mitternacht bis 5 Uhr gilt eine landesweite Ausgangssperre.

Eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis sechs Uhr gilt seit Samstag auch in Frankreich. Allerdings nur in den Großstädten wie Paris. Insgesamt betrifft sie rund 20 Millionen der insgesamt 67 Millionen Einwohner Frankreichs. Die Corona-Neuinfektionen haben mit 32.000 zuletzt für einen neuen Rekord gesorgt.

Tschechiens Präsident zur Corona-Pandemie: „Einzige Waffe ist ein kleines Stück Stoff“

Auch die östlichen Nachbarländer von Deutschland, die lange Zeit mit hohen Neuinfektionen verschont blieben, sind stark von der zweiten Welle betroffen. Polen hat zwar mit 38 Millionen Einwohnern nur etwa halb so viele wie Deutschland, aber mehr Infektionen innerhalb 24 Stunden. Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki teilte am Sonntag mit, dass er seine Quarantäne beendet habe, nachdem einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die Folge der hohen Fallzahlen: Schwimmbäder und Fitnessclubs müssen schließen. Restaurants dürfen von 21 bis 6 Uhr keine Gäste bewirten, dafür aber Essen zum Mitnehmen anbieten. Die Schulen bleiben geschlossen. Stattdessen gibt es Fernunterricht.

Auch Tschechien hat es besonders hart getroffen. Der elf Millionen Einwohner kleine Staat hatte innerhalb eines Tages 11.000 Neuinfektionen zu verzeichnen. Seit Mittwoch sind deshalb Bars und Restaurants geschlossen, im öffentlichen Raum gilt Alkoholverbot, der Unterricht an Schulen und Hochschulen findet digital statt. Am Freitagabend rief Präsident Milos Zeeman die Bürger in einer Fernsehansprache zu mehr Disziplin beim Maskentragen auf. „Uns steht nur eine Waffe zur Verfügung, solange es keine Impfung gibt“, mahnte er. „Und diese Waffe ist ein kleines Stück Stoff.“

Auch die übrigen vier Nachbarländer verzeichnen derzeit höhere Neuinfektionsraten als Deutschland. Die geringste Rate gibt es in Dänemark mit knapp 50 Neuinfektionen. In Österreich sind es über 90, in der Schweiz und Luxemburg rund 140.

Rubriklistenbild: © SAKIS MITROLIDIS/AFP

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Source: merkur

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