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Weihnachtsmarkt wieder bei der Post?

2020-09-16T13:00:29.829Z

Post-Wirtin Elisabeth Walch will den Vereinen etwas Gutes tun und ihren Biergarten, den Vereinen Weihnachten zur Verfügung stellen. Das stößt nicht bei allen auf Gegenliebe. Das Thema kommt sogar in den Gemeinderat.


Post-Wirtin Elisabeth Walch will den Vereinen etwas Gutes tun und ihren Biergarten, den Vereinen Weihnachten zur Verfügung stellen. Das stößt nicht bei allen auf Gegenliebe. Das Thema kommt sogar in den Gemeinderat.

Herrsching – Nachdem die Gemeinde Herrsching ihren Christkindlmarkt aufgrund der Pandemie für dieses Jahr bereits im Mai frühzeitig abgesagt hatte, wagt nun Post-Wirtin Elisabeth Walch einen Vorstoß. Sie lädt Herrschings Vereinsvorstände zu einem Infoabend über einen möglichen Weihnachtsmarkt im Post-Biergarten ein. Damit sticht Walch in alte Wunden, ohne damit gerechnet zu haben. „Ich wollte einfach was Tolles machen“, sagt sie.

Ihre Idee fände vielleicht mehr Gefallen, gäbe es nicht eine Vorgeschichte. Nämlich die, als Wolfgang Thamm als Vorsitzender des Verkehrsvereins Herrsching und Eigentümer des historischen Gasthofs Post vor knapp sechs Jahren wie ein Löwe darum gekämpft hatte, dass der Herrschinger Christkindlmarkt weiter in seinem Biergarten stattfindet – so wie es davor zehn Jahre lang der Fall gewesen war. 2014 suchte die Gemeinde aber einen neuen Standort – und fand ihn an der Erlöserkirche. Thamm initiierte seinerzeit sogar ein Bürgerbegehren. Das Quorum wurde aber nicht erfüllt. Das mag auch dem Datum der Abstimmung geschuldet gewesen sein, denn es war kurz nach Ostern 2015 am letzten Ferienwochenende.

Ende desselben Jahres zog Thamm sogar vor die Gerichte, sowohl privat vors Landgericht als auch gegen die Gemeinde vor das Verwaltungsgericht. Als Eigentümer der Post, so stand es im offiziellen Jahresbericht 2014 der Gemeinde, habe er „überzogene Forderungen“ gestellt und die Organisation eingeschränkt. Thamm widersprach. Er konnte den Vorwurf zwar vor Gericht nicht widerlegen. Als sich aber abzeichnete, dass die Angelegenheit mit einem zeitaufwendigen Prozedere verbunden würde, willigte die Gemeinde in einen Vergleich ein. Thamms Name verschwand aus der Internetversion des Jahresberichts, die betreffenden Textstellen behielten inhaltlich Bestand, wurden jedoch allgemein formuliert.

Die Anfrage der Post-Wirtin an die Vereine, in ihrem Biergarten wieder einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten, ist vor diesem Hintergrund nicht unproblematisch. Es hätten sie bereits böse E-Mails erreicht, sagt sie. „Wir haben das überhaupt nicht als Konkurrenz gedacht. Ich wollte Vereinen eine Möglichkeit bieten, Geld einzunehmen. Ich könnte ebenso gut auch einen kommerziellen Markt veranstalten. Das will ich aber gar nicht“, betont Walch. Christina Reich, zurzeit amtierende Bürgermeisterin, hat das Thema bereits auf die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung am Montag, 21. September, gesetzt. Denn die Wirtin hat wegen der Standl nachgefragt, die sie bei Bedarf bräuchte.  

Source: merkur

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