The Limited Times

Now you can see non-English news...

Corona: Nur halbe Belegschaft im Rathaus

2020-03-26T10:25:52.733Z

Ausgangsbeschränkung und Quarantäne: Die Stadt wirkt in Zeiten des Coronavirus menschenleer. In der Hauptstraße ist viel weniger los. Und auch im Rathaus ist es stiller, dort arbeitet nur die halbe Belegschaft. Beim Bauhof ist man gar nicht so traurig über die freien Straßen.


Ausgangsbeschränkung und Quarantäne: Die Stadt wirkt in Zeiten des Coronavirus menschenleer. In der Hauptstraße ist viel weniger los. Und auch im Rathaus ist es stiller, dort arbeitet nur die halbe Belegschaft. Beim Bauhof ist man gar nicht so traurig über die freien Straßen.

Fürstenfeldbruck – Der Publikumsverkehr wurde im Rathaus schon auf das Nötigste beschränkt. Und auch beim Personal setzt man auf Sicherheit. „Wir versuchen innerhalb des städtischen Gesamtbetriebes mit halber Besetzung zu fahren“, berichtet Vize-Bürgermeister Christian Götz, der für OB Erich Raff die Geschäfte führt. Dieser befindet sich im Urlaub, ist aber dennoch greifbar und erledigt wichtige Angelegenheiten. Für die 420 städtischen Mitarbeiter bedeutet das: Die Hälfte ist im Büro, die Hälfte im Homeoffice. Alle zwei Wochen wird gewechselt. „Es ist nicht ganz einfach, die Abläufe zu organisieren“, sagt Götz. „Aber wir kommen gut zurecht.“

Rathaus noch von Coronafällen verschont

Zumal es im Rathaus weder einen bestätigten Coronafall noch Mitarbeiter in Schutzquarantäne gibt, wie der Vize-Bürgermeister bestätigt. Allerdings müsse man davon ausgehen, dass sich das ändere. „Bei so vielen Mitarbeitern wird mit Sicherheit der eine oder andere Fall auftreten.“

Im Haus gibt es ausreichend Desinfektionsmöglichkeiten. Am Eingang ist auch ein kleiner Stand aufgebaut. Vor der Tür steht ein Sicherheitsbeamter, der jeden Bürger fragt, wohin er möchte. Denn Publikumsverkehr ist nur für dringende Angelegenheiten gestattet, die Menschen können viele Dinge über das Online-Portal erledigen. Die Bürger halten sich laut Götz daran. „Am Montag waren sehr wenige im Rathaus.“ Er habe nie mehr als zwei Personen im Servicebereich gesehen.

Götz vermutet auch, dass die Bürger die eine oder andere Anfrage an die Stadt jetzt nicht stellen. So bleibe vermutlich nicht so viel Arbeit liegen – ganz im Gegenteil: Im Bauamt könne man sogar den einen oder anderen Antrag mehr bearbeiten.

Besprechungen im großen Sitzungssaal

Götz berichtet von einem distanzierten, freundlichen Umgang im Rathaus. „Die Stimmung ist sehr ruhig, aber nicht negativ.“ Umstellen heißt die Devise, im Tagesablauf, vor allem bei Besprechungen. Sie werden auf das Nötigste beschränkt. So gibt es mehr Telefonkonferenzen. Und die Amtsleiterrunde zog vom Besprechungstisch im OB-Büro in den großen Sitzungssaal. Dort lässt sich der Sicherheitsabstand problemlos einhalten.

Ferienausschuss denkbar

Ansonsten ist der Sitzungssaal verwaist, alle Stadtratstermine wurden bis zu den Osterferien abgesagt. Wichtige unaufschiebbare Geschäfte kann OB Raff über dringliche Anordnungen erledigen, die der Stadtrat im Nachgang genehmigt. „Es steht aktuell auch nichts an, das so dringend wäre, dass man es beschließen müsste“, sagt Götz. Ändert sich das, gibt es eine Option: Der Städtetag erlaube, extra einen Ferienausschuss einzuberufen. Das kläre man mit den Stadträten.

Sollten die Corona-Ausnahmebestimmungen länger anhalten, hat man sich auch schon Gedanken über die konstituierende Sitzung des neuen Stadtrats – die Amtszeit beginnt im Mai – gemacht. „Dann gehen wir halt in den großen Stadtsaal von Fürstenfeld“, sagt Götz. Dort ist genug Platz für 40 Ratsmitglieder, OB, Verwaltung und Berichterstatter.

Bauhof erledigt dringende Arbeiten

Halbe Belegschaft heißt es auch beim Bauhof. Rund zwölf Mitarbeiter sind im Dienst, berichtet Leiter Peter Langenegger. Die anderen haben Urlaub oder Bereitschaft. Aktionen wie das Ramadama sind gestrichen, es bleibt das Tagesgeschäft. „Wir erledigen wichtige Arbeiten.“ Straßenmarkierungen, Aufräumarbeiten und Ähnliches. Desinfektionsmittel gebe es ausreichend, man achte auf den Sicherheitsabstand – bei Absprachen und auch beim Essen. „Im Auto fahren höchstens zwei Leute“, sagt Langenegger. „Wir müssen das Beste daraus machen.“

Etwas Positives zieht der Bauhofchef aus dem reduzierten öffentlichen Leben: „In den Hauptstraßen kann man jetzt kleinere Arbeiten gut durchführen, wenn weniger Verkehr fließt.“

Weitere Infos zur Corona-Lage im Landkreis in unserem Ticker. 

This news is expired in our cache, please access its source.

Source: merkur

You may like

News/Politics 2020-08-31T11:22:32.373Z
News/Politics 2020-09-19T07:01:58.062Z

Trends 24h

News/Politics 2020-09-22T20:29:44.728Z

Latest

© Communities 2019 - Privacy